Die Rache der Schildkröte
„Als ich arm war, verspottete mich jeder“, dachte die Schildkröte. „Jetzt tun sie nur so, als ob sie mich mögen, aber ich werde ihnen eine Lektion erteilen.“
Die Schildkröte kündigte ein weiteres Fest an. Sie lud alle Leute und Tiere ein, schickte aber ihre eigene Frau und Kinder weg.
Als alle angekommen waren, schlug die Schildkröte auf die Trommel. Genau wie die Schildkröte erwartet hatte, erschienen die Krieger und griffen alle Gäste an. Die Schildkröte trommelte weiter, und die Krieger griffen weiter an.
Die Schildkröte hörte nicht auf, bis alle Gäste auf dem Boden lagen und vor Schmerzen stöhnten.
„Das wird sie lehren!“, sagte die Schildkröte lachend. „Sie werden nicht mehr so tun, als ob sie mich mögen!“
Die Schildkröte und die magische Brotfrucht
Der König zeigte Schildkröte einen magischen Brotfruchtbaum. “Jeden Morgen produziert der Baum Brotfrucht, aber du darfst nur einmal täglich ernten, nicht mehr.“
Schildkröte sammelte jeden Morgen Brotfrucht, und seine Familie aß glücklich.
Schildkrötes Sohn fragte, woher das Essen kam, aber Schildkröte wollte es nicht sagen.
Also stach der Sohn ein Loch in Schildkrötes Sack und füllte ihn mit Asche. Nachdem Schildkröte mit Brotfrucht zurückkehrte, folgte sein Sohn der Spur zum Brotfruchtbaum. Aber als er nach einer Brotfrucht griff, verwandelte sich der Baum in einen Dornbusch.
Als Schildkröte am nächsten Morgen zurückkam, gab es keine Brotfrucht mehr, nur noch einen Dornbusch.
Die Spinne und das Spinnennetz
Spinne wollte zum Fest in den Himmel gehen. “Ich trage dich”, sagte Spinnennetz, also ritt Spinne auf Spinnennetz hinauf.
Dort aßen sie Kolanüsse und Honig.
“Wer hat dich gebracht?” fragten die Himmelsleute Spinne.
“Dieses schmutzige alte Spinnennetz”, antwortete Spinne.
Dies machte Spinnennetz wütend, also verließ er ihn und ließ Spinne dort zurück.
“Hilfe!” sagte Spinne. “Ich zahle mit Gold für eine Fahrt nach unten.”
Taube trug Spinne herunter. “Gib mir jetzt mein Gold!” sagte sie.
“Es ist da drin.” Spinne deutete auf eine Hütte.
Als Taube hineinging, schloss Spinne die Tür, brannte die Hütte nieder und aß sie auf.
“Was für ein Festmahl!” sagte er.
Das Begräbnis der Spinne
Die Spinne war hungrig, also verbreitete sie ein Gerücht: “Die Spinne ist tot!”
Dann legte sie sich hin, die Axt in der Nähe, und wartete.
Elefant erzählte es Büffel, der erzählte es Hartebeest, der erzählte es Gazelle, die erzählte es Duiker, der erzählte es Hase, der erzählte es Springhase, der erzählte es Frankolin.
Sie kamen und weinten über Spinnens Leiche. “Ach, die Spinne ist tot!”
Aber Frankolin sah Spinnens Augapfel funkeln. “Lauft!” schrie sie.
Dann sah sie die Axt. “Lauft jetzt!”
Frankolin flog auf, aber als Elefant rannte, zertrampelte er Büffel, der zertrampelte Hartebeest, der zertrampelte Gazelle, die zertrampelte Duiker, der zertrampelte Hase, der zertrampelte Springhase.
Die Spinne tötete und fraß sie alle.
Nur Frankolin entkam.
Anansi die Spinne und Gott
„Ich möchte, dass alle Geschichten Anansi-Geschichten sind!“, rief Anansi.
„Einverstanden“, sagte Gott, „vorausgesetzt, du bringst mir Bienen in einer Kalebasse, lebendig, dann Schlange, dann Leopard.“
Anansi griff nach einer Kalebasse und ging dorthin, wo die Bienen lebten.
Er setzte sich auf den Boden und schüttelte den Kopf. „Ja!“, rief er.
„Nein? Ja! Nein?“
„Was ist los?“, fragten die Bienen.
„Gott sagt nein, ihr könnt nicht alle in diese Kalebasse passen“, sagte Anansi, „aber ich sage ja, ihr könnt es!“
„Ja!“, summten die Bienen. „Ja, wir können es!“ Dann flogen sie in die Kalebasse.
Anansi verschloss die Kalebasse und brachte sie zu Gott.
„Bring mir jetzt die Schlange!“, sagte Gott.