Die Schwalbe und der Hahn
Die Schwalbe lud den Hahn zum Abendessen ein. Als der Hahn ankam,
sagte die Frau der Schwalbe: “Er ist im Kochtopf mit den Kürbissen.” Dann rief sie: “Mann, komm heraus!
Der Hahn ist da.”
Die Schwalbe kam durch den Rauch über dem Kochfeuer geflogen, so dass es aussah, als sei sie aus dem Kochtopf aufgestiegen. “Der Eintopf schmeckt besser, wenn ich eine Weile mit den Kürbissen koche”,
sagte die Schwalbe zum Hahn, und der Hahn glaubte ihr.
Dann ging der Hahn nach Hause und erzählte seiner Frau: “Du musst mich mit den Kürbissen kochen. Das macht die Schwalbe auch so.”
Die Frau des Hahns tat, wie er ihr gesagt hatte, und der Hahn wurde zu Tode gekocht.
Der Hahn und die Schwalbe
Der Hahn schickte seiner Freundin, der Schwalbe, eine Nachricht: “Bitte komm, Freundin! Ich habe schlechte Nachrichten erhalten.”
Als die Schwalbe kam, sagte die Frau des Hahns: “Der Hahn hat schlechte Nachrichten erhalten und sich den Kopf abgehackt.” Aber der Hahn hatte nur seinen Kopf unter seinen Flügel gesteckt.
“Mein Beileid!” sagte die Schwalbe.
Später erhielt die Schwalbe selbst schlechte Nachrichten. “Ruf den Hahn,” sagte er zu seiner Frau. “Inzwischen werde auch ich mir den Kopf abschlagen.”
Der Hahn fand die Schwalbe mit abgetrenntem Kopf. “Ich komme morgen wieder, um zu sehen, ob es ihm besser geht,” sagte der Hahn. Er kam am nächsten Tag wieder und auch am übernächsten, aber der Schwalbe ging es nicht besser. Die Schwalbe war tot.
Die Henne und das Kaninchen
Die Henne lud das Kaninchen ein, Bier trinken zu kommen.
Das Kaninchen kam an und sah den Hahn dort, seinen Kopf unter seinem Flügel versteckt.
„Wo ist Hahns Kopf?“, fragte das Kaninchen.
„Oh, ich habe ihn abgeschnitten“, sagte die Henne. „Ich habe seinen Kopf geschickt, um unsere Gäste einzuladen,
während sein Körper ein Nickerchen macht. Keine Sorge: Sein Kopf wird bald zurück sein.“
Die Henne scherzte, aber das Kaninchen glaubte ihr. Er ging nach Hause und machte etwas Bier, und dann sagte er zu seiner Frau: „Schneid mir den Kopf ab!
Ich werde hier bleiben und schlafen, während mein Kopf unsere Gäste einlädt.“
Also schnitt die Frau des Kaninchens ihm den Kopf ab, und er starb.
Der Hase und der Hirsch
'Ich spiele tot', sagte der Hase zum Hirsch, 'und du kannst mich an die Frauen verkaufen, die im Erdnussfeld arbeiten. Fessle mich locker, damit ich entkommen kann. Wir werden ein Erdnussfestmahl haben!'
Der Hirsch verkaufte den toten Hasen an die Frauen. Wie geplant, befreite sich der Hase; dann schmausten er und der Hirsch an Erdnüssen.
Als die Frauen sahen, dass der Hase weg war, riefen sie: 'Oh! Jemand hat unseren Hasen gestohlen.'
Am nächsten Tag sagte der Hase: 'Du spielst diesmal tot, und ich werde dich verkaufen.'
Die Frauen kauften den toten Hirsch.
'Schaut!', rief eine Frau. 'Er atmet noch.' Also schlugen sie den Hirsch mit ihren Hacken zu Tode.
Der Hase besucht den Pavian
Um einem Grasfeuer zu entkommen, versteckte sich der Hase in seinem Loch. Als es sicher war, kam er heraus, wälzte sich in der Asche und ging, um seinen Freund, den Pavian, zu besuchen.
'Was ist mit dir passiert?', fragte der Pavian. 'Du bist mit Asche bedeckt.'
'Es gab ein Grasfeuer', sagte der Hase. 'Aber ich habe auf das Feuer gespuckt, um es zu löschen. Ich habe einen kräftigen Speichel.'
'Mein Speichel ist auch kräftig!', rief der Pavian. 'Zünde mein Haus an, Hase. Ich werde es dir zeigen!'
Der Hase zündete das Haus des Pavians an.
Der Pavian spuckte und spuckte, aber er konnte das Feuer nicht löschen.
Der törichte Pavian starb in dem Feuer.