Einführung in das Studium des Lernens
Eine Erhebung bezüglich des Studiums des Lernens Das vorliegende Kapitel ist darauf ausgelegt, dem Leser einen umfassenden Überblick über das Studium des Lernens zu verschaffen. In erster Instanz wird die Natur des Lernens ordnungsgemäß definiert und innerhalb jener diversen Umgebungen untersucht, in denen sie sich manifestiert. Es folgt ein Rückblick auf die bedeutenden philosophischen und psychologischen Vorläufer der zeitgenössischen Lehre, welche dazu dienten, die notwendigen Grundlagen für die Anwendung solcher Theorien auf das Gebiet der Erziehung zu etablieren. Ferner wird über die jeweiligen Aufgaben der theoretischen Spekulation und der empirischen Forschung beraten, und jene Methodologien, die gemeinhin bei der Bewertung des Lernens angewandt werden, werden dargelegt. Die wesentlichen Korrespondenzen zwischen Lerntheorie und Unterrichtspraxis werden erläutert, woraufhin der Diskurs mit einer Darstellung der kritischsten Fragen schließt, die dieses Forschungsfeld gegenwärtig begleiten.
Vorläufer moderner Lerntheorien
Die Vorläufer zeitgenössischer Lerntheorien reichen weit in die Antike zurück. Viele der von modernen Forschern unternommenen Untersuchungen sind keineswegs neu, sondern spiegeln vielmehr ein dauerhaftes Verlangen im Menschen wider, sich selbst, seine Mitmenschen und die ihn umgebende Welt zu begreifen. Der vorliegende Abschnitt zeichnet die Abstammungslinie moderner Lerntheorien nach, beginnend mit einem Diskurs über philosophische Positionen hinsichtlich des Ursprungs des Wissens und seiner Beziehung zur Umwelt, und schließend mit frühen psychologischen Ansichten zu diesem Thema. Dieser Rückblick ist notwendigerweise selektiv und beinhaltet historisches Material, das für das Lernen innerhalb erzieherischer Grenzen relevant ist. Leser, die eine ausführlichere Erörterung wünschen, seien auf andere Autoritäten verwiesen. Dieses Kapitel gewährt einen allgemeinen Überblick über das Studium des Lernens. In erster Instanz wird das Konzept definiert und innerhalb jener Rahmenbedingungen untersucht, in denen es auftritt. Es wird ein Abriss bedeutender philosophischer und psychologischer Vorläufer der zeitgenössischen Theorie geboten – jener, die das Fundament für die Anwendung von Lerntheorien auf die Kunst der Pädagogik legten. Die Funktionen von Theorie und Forschung werden erörtert, und die Methoden, die gemeinhin zur Bewertung des Lernens eingesetzt werden, werden beschrieben. Die Beziehungen zwischen Lerntheorien und Unterricht werden erläutert, woraufhin die kritischen Fragen, die das Studium des Lernens begleiten, präsentiert werden.
Lerntheorie und Forschung
Theorie und Forschung sind für das Studium des Lernens unabdingbar. Der vorliegende Abschnitt behandelt die allgemeinen Funktionen der Theorie sowie die wesentlichen Aspekte des Untersuchungsprozesses.
Beurteilung des Lernens
Der vorliegende Abschnitt behandelt die Modi zur Beurteilung der Produkte oder Ergebnisse des Lernens. Diese Methoden umfassen direkte Beobachtungen, schriftliche und mündliche Antworten, Einschätzungen durch andere und Selbstberichte.
Verhältnis von Lernen und Unterricht
Wir haben beobachtet, wie Theorien und die Befunde der Forschung dazu dienen, das Gebiet des Lernens voranzubringen. Ihr letzter Nutzen muss jedoch in der Verbesserung des Lehrens liegen, welches das Lernen fördert. Obgleich es sonderbar erscheinen mag, existierte historisch nur wenig Gemeinsamkeit zwischen den Domänen des Lernens und des Unterrichts. Eine Ursache für diesen Mangel an Integration mag sein, dass diese Felder traditionell von Personen unterschiedlicher Neigungen besetzt waren. Die größere Zahl der Theoretiker und Forscher waren Psychologen, und viele frühe Untersuchungen machten sich die niederen Tiere zunutze. Während die Untersuchung der Natur der Tiere nicht ohne Nutzen ist, lassen solche Kreaturen keine angemessene Prüfung der Unterrichtsprozesse zu. Im Gegensatz dazu war der Unterricht die Domäne der Erzieher, deren primäres Anliegen in der direkten Anwendung von Methoden im Klassenzimmer und anderen schulischen Umgebungen lag. Diese Hingabe an das Praktische hat sich nicht immer vorteilhaft für die Erforschung dessen erwiesen, wie die Lernprozesse durch Variationen im Unterricht beeinflusst werden.
Kritische Fragen zu Lerntheorien
Die zu Beginn dieses Kapitels gegebene Definition des Lernens wird im Prinzip von der Mehrheit der Autoritäten akzeptiert. Wenn wir jedoch über die Definition hinausgehen, finden wir weniger Einmütigkeit bezüglich vieler Fragen des Lernens. Der vorliegende Abschnitt legt bestimmte dieser Fragen und die Streitgründe zwischen theoretischen Standpunkten dar. Diese Angelegenheiten werden in den nachfolgenden Kapiteln behandelt, wenn die verschiedenen Lerntheorien diskutiert werden. Bevor diese Fragen jedoch betrachtet werden, wird eine gewisse Erklärung der verhaltensbezogenen und kognitiven Theorien einen Hintergrund liefern, vor dem die in diesem Text enthaltenen Lerntheorien betrachtet werden können, sowie ein vollkommeneres Verständnis der Konzepte, die den Prinzipien des menschlichen Lernens zugrunde liegen.
Drei Lernszenarien
Es folgen drei Szenarien, die dazu entworfen sind, typisch für die Kontexte zu sein, in denen schulisches Lernen stattfindet. Im gesamten vorliegenden Text sollen diese Szenarien dazu dienen, die systematische Anwendung der Lernprinzipien zu exemplifizieren und die Art und Weise zu demonstrieren, in der das Lernen in kohärenter Weise vonstattengehen kann.