Selbstregulation
Die Disziplin der Selbstregulation bezeichnet jene methodischen Prozesse, durch die ein Student seine Überlegungen, Gefühle und Taten auf die Verwirklichung seiner Ambitionen ausrichtet. Die Untersuchung dieser Materie begann als ein Zweig psychologischer Studien bezüglich der Kultivierung der Selbstbeherrschung sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen. In früheren Zeiten wurde eine solche Untersuchung weitgehend innerhalb klinischer Grenzen durchgeführt, wobei Gelehrte die Subjekte in der Besserung solch schwerwiegender Gewohnheiten wie Streitsucht, Maßlosigkeit, fleischlicher Unregelmäßigkeiten, Zwietracht unter Gefährten und unbändigen Betragens innerhalb der häuslichen oder schulischen Sphäre unterwiesen. In jüngster Zeit wurde der Geltungsbereich der Selbstregulation erweitert, um das Reich des gelehrten Erwerbs und der intellektuellen Auszeichnung zu umfassen.
Verhaltenstheorie
Die Lektion dient dazu, dem Studenten ein Verständnis einer verhaltenstheoretischen Perspektive auf die Selbstregulation zu vermitteln, die weitgehend aus der Arbeit von Skinner herrührt. Forscher, die im Rahmen seiner Theorie der operanten Konditionierung arbeiten, wenden operante Prinzipien in verschiedenen Umgebungen (z. B. klinisch, akademisch) bei Erwachsenen und Kindern an. Das Ziel dieser Studien ist es, dysfunktionale Verhaltensweisen zu reduzieren und sie durch anpassungsfähigere Verhaltensweisen zu ersetzen.
Sozialkognitive Theorie
Diese Lektion erläutert die Prinzipien der sozialkognitiven Theorie, die umfassend auf die Selbstregulation angewendet wurden. Aus einer sozialkognitiven Perspektive erfordert Selbstregulation eine Wahl seitens des Lernenden. Dies impliziert nicht, dass Lernende immer die verfügbaren Wahlmöglichkeiten nutzen, insbesondere wenn sie unsicher bezüglich ihrer Vorgehensweise sind und den Lehrer konsultieren. Wenn jedoch alle Aspekte der Aufgabe kontrolliert werden, ist es zutreffend, von Leistungsverhalten als „extern kontrolliert“ oder „von anderen kontrolliert“ zu sprechen. Eine solche Situation entsteht, wenn ein Lehrer den Schülern keinen Spielraum bei Methoden, Ergebnissen und anderen Bedingungen gewährt. Das Potenzial zur Selbstregulation variiert abhängig von den den Lernenden zur Verfügung stehenden Wahlmöglichkeiten.
Informationsverarbeitungstheorie
Theorien der Informationsverarbeitung haben sich von ihren ursprünglichen Formulierungen weiterentwickelt, um kognitive und motivationale Prozesse der Selbstregulation einzubeziehen. Die vorliegende Lektion legt ein Informationsverarbeitungsmodell der Selbstregulation dar, welches diese Komponenten umfasst, und behandelt Forschung und Anwendungen bezüglich Lernstrategien — ein kardinales Merkmal der Selbstregulation vom Standpunkt der Informationsverarbeitung.
Konstruktivistische Theorie
Hierin werden wir in die Diskussion bezüglich des konstruktivistischen Ansatzes in Lernprozessen eintauchen, mit dem Bestreben, das Konzept neu zu bewerten, indem wir uns auf die Wissensbasis stützen, mit der der Student bereits ausgestattet ist. Konstruktivistische Forscher haben sich mit der Selbstregulation befasst, was natürlich erscheint, da eine zentrale konstruktivistische Annahme ist, dass Lernende Wissen und die Mittel zu dessen Erwerb und Anwendung konstruieren. Es gibt diverse Quellen für konstruktivistische Darstellungen der Selbstregulation, einschließlich kognitiv-entwicklungsbezogener Theorien, Vorläufern zeitgenössischer kognitiver Theorien und Vygotskys Theorie. Ungeachtet der Quelle beruhen konstruktivistische Ansichten der Selbstregulation auf bestimmten Annahmen. Zwei Kardinalpunkte, die diesen Annahmen zugrunde liegen, sind, dass soziokulturelle Einflüsse kritisch sind und dass Menschen implizite Theorien bezüglich ihrer selbst, anderer und der besten Bewältigung von Anforderungen bilden. Diese werden der Reihe nach erörtert.
Motivation und Selbstregulation
Motivation ist eng mit Selbstregulation verbunden. Personen, die motiviert sind, ein Ziel zu erreichen, engagieren sich in solchen selbstregulierenden Aktivitäten, von denen sie glauben, dass sie ihnen helfen werden (nämlich: die Organisation und Wiederholung von Material, die Überwachung des Lernfortschritts und die Anpassung von Strategien). Ihrerseits fördert die Selbstregulation das Lernen, und die Wahrnehmung größerer Kompetenz erhält die Motivation und Selbstregulation für das Erreichen neuer Ziele aufrecht. Somit üben Motivation und Selbstregulation einen wechselseitigen Einfluss aus. Die vorliegende Lektion ist gänzlich diesem Thema gewidmet.
Selbstregulation: Pädagogische Anwendungen
Zusammenfassung des Abschnitts. Die Prinzipien der Selbstregulation, die in dieser Reihe von Lektionen behandelt wurden, eignen sich vortrefflich für pädagogische Anwendungen. Die wirksamsten Anwendungen sind jene, bei denen selbstregulierende Prozesse in die Unterweisung des akademischen Lernens integriert werden. Drei Bereiche, die besonders einschlägig sind, sind das akademische Studium, der Aufsatz und die Mathematik.